Verwandte Stationen
Ostervigil
Ostersamstag
Weisser Sonntag
Pfingstvigil
Pfingstsonntag
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Station 56

Palmsonntag, II. Passionssontag

hl. Johann im Lateran

Lesung I   Exodus 15,27-16,7

Evangelium I  Matth 21,1-9

Lesung II  Philipper 2,5-11

Evangelium II Matthäuspassion

 

Deskr

 

Ref

Kirchenjahr

2005

  
  
 
 

Station 57

Karmontag

hl. Praxedis

Lesung Jesajas 50,5-10

Evangelium Johannes 12,1-9

 

Deskr

 

Ref

 

Kirchenjahr

2005

  
  
 
 

Station 58

Kardienstag

hl. Priska

Lesung Jeremias 11,18-20

Evangelium Markuspassion

 

Deskr

 

Ref

 

Kirchenjahr

2005

  
  
 
 

Station 59

Karmittwoch

Maria zum Schnee

Lesung I Jesajas 62,11-63,7

Evangelium Lukaspassion

Lesung II Jesajas 53,1-12

 

Diese Messe steht in Zusammenhang mit der Station 45 wo auch zwei Lesungen vorgetragen wurden. Dem Herz aus Fleisch steht das Felsengrab gegenüber. Das vierte Gottesknechtslied und der Sionmessiasdialog zeigen die Vergangenheit als Quelle der Gnade. Gott nimmt sich zurück, wenn ER nicht gefragt wird verzieht er sich. Sind verziehen und verzeihen etymologisch verwandt ? Wer zu Jesus kommen will ist willkommen, ansonsten ruht er im Felsen Petri: das apostolische Bekenntnis ist erst wirksam, wenn es mit dem Stock angeschlagen wird. Die Lukaspassion mit der gesetzlich vorgeschriebenen Sabbatruhe in den letzten Versen verweist auf den Ruf Gottes IHM auf seinem Weg zu folgen: nach Hause zurück. Nachdem das Werk vollendet ist.

Die Stockschläge der Passion Jesu sind schon in Station 40 vorgebildet, wo Moses in der Wüste den Herrn hätte verherrlichen sollen, das ist auch Thema im Evangelium von der Blindenheilung (Station 45) und in der dortigen Lesung aus Ezechiel 36.

Das noch nie benützte Felsengrab ist eine Anspielung auf die Bischofsweihe, wo der Heiland das Passions-geheimnis (Jes 63) der Kirche im apostolischen Sakrament weitergibt zur Bewahrung (Sabbatruhe).

Die Stationskirche Maria zum Schnee wird hier zum 6. Mal in Serie aufgesucht: weil es um die Gnade der Menschwerdung oder des Ewigen Wortes in sterb-licher Hülle geht. Maria zum Schnee ist auch Station beim Evangelisten Johannes.

 

Der Karmittwoch fällt typischerweise auf den 11. April, das ist der liturgische Festtag des Chalzedonpapstes Leo des Grossen (Papstcode 45), dessen Homilien immer gelesen werden wo die Menschennatur Christi als Gnadenstation dient. Der 11. April symbolisiert den definitiven Entscheid aus der Gnade des Ostergeheimnisses. So wird an Fest des Evangelisten Johannes (Station 10) aus dem Kapitel 21 nach Johannes gesungen; das ist Kapitel 89 des Neuen Testamentes, 89 ist Symbolzahl für den neuen Tag.

Der neue Tag kommt von Ewigkeit her und ruht in der Passion der heiligen römischen Kirche, welche ihren Segen so viel spendet, wie sie geschlagen wird. Zur Gnadenstation siehe am vergangenen Mittwoch 52. In Entwicklung des apostolischen Palastes sehen wir heute den Menschen Jesus selber als apostolischen Palast.

Das Rückzugsmotiv findet sich sowohl im euchari-stischen Opfer im Gedenken an den göttlichen Erlöser als auch in der Menschwerdung, dargestellt im Apostel Johannes.

Der Stationenunterschied 19 seit dem Gebetsevange-lium 40 verweist ebenfalls auf die Kirche in der Gefolg-schaft Jesu, der sich vom neuen Moses als Fels des Heiles schlagen läst.

Kirchenjahr

2005

  
  
 
 

Station 60

Abendmahlsmesse am Hohen Donnerstag

hl. Johann im Lateran

Lesung 1 Korinther 11,20-32

Evangelium Johannes 13,1-15

 

Deskr

 

Ref

Kirchenjahr

2005

  
  
 
 

Station 61

Karfreitag, einziger Tag ohne hl. Messopfer

Heiligkreuz in Jerusalem

Lesung I  Hoseas 6,1-6

Evangelium Johannespassion

Lesung II  Exodus 12,1-11

 

Für was werde ich Priester ? Um die Gnade des himmlischen Vaters zu bezeugen. Am Karfreitag sehen wir die übernatürliche Herkunft des Glaubens: jeder kann ihn haben, niemand kann ihn arrogieren. Das zeigte sich früher daran, dass die Gläubigen nicht kommunizieren konnten und die Priester die am Vorabend konsekrierte Hostie aus dem Kelch genommen haben zum Zeichen dafür, dass der Priester selber Kelch des Heiles ist und die Hostie das Glaubensgut darstellt.

Durch das Lebensopfer empfängt Jesus die Fülle der Herrlichkeit, und der Priester bezeugt dies im Genuss der vorgeheiligten Hostie. Hoseas ist der Heiratsprophet.

 

Der heilige Hermenegild wurde vom eigenen leiblichen Vater gemartert, weil er sich weigerte, die arianische Kommunion zu empfangen.

Kirchenjahr

2005

  
  
 
 

Station 62

Ostervigil

hl. Johann im Lateran

prophetische Lesungen aus dem Alten Testament

Ostermesse

Lesung NT   Kolosser 3,1-4

Evangelium   Matth 28,1-7

alte Ordnung bis 1950        siehe auch alte Pfingstvigil

neue Ordnung 1956

1

Genesis 1,1-31, 2,1f

1

Genesis 1,1-31, 2,1f

2

Genesis cap. 5-8, passim

 

 

3

Genesis 22,1-19

 

 

4

Exodus 14,24-31; 15,1

2

Exodus 14,24-31; 15,1

5

Jesajas 54,17; 55,1-11

 

 

6

Baruch 3,9-38

 

 

7

Ezechiel 37,1-14

 

 

8

Jesajas 4,1-6

3

Jesajas 4,2-6

9

Exodus 12,1-11

 

 

10

Jonas 3,1-10

 

 

11

Deuteronomium 31,22-30

4

Deuteronomium 31,22-30

12

Daniel 3,1-24

 

 

 

Die lange Liturgie begann früher nach der Non am Samstagnachmittag, leider wurde sie mitte der 50er Jahre historistischerweise auf die späte Nacht verlegt, um die Auferstehungsmesse nach Mitternacht beginnen zu lassen. So hat der dritte Tag des Triduum keine Messe und der Ostersonntag faktisch zwei.

Nun ist aber Liturgie nicht Geschichte; die Wahrheit ist nicht an die Zeit gebunden. Am Samstag der Laetarewoche haben wir gesehen wie Gott durch seine Apostel jederzeit als Licht wirkt. Der Sinn der Osterliturgie am späten Nachmittag des Triduum sacrum ist die unauslöschliche Bundestreue Gottes, für Menschen verborgen, für Gläubige eine historische Wirklichkeit. Dafür die Taufgelübde und die Kerzenweihe.

Auch die Kolosserlesung weist darauf hin: obschon hier unten zuhause, dürfen, sollen wir gedanklich im Himmel wohnen. Das Evangelium nimmt das Thema auf mit den Worten über den Betrug: schon im Kapitel 12 angedeutet, ist der alte Glaube gemeint welcher die Gnade aus der levitischen Tradition erwartete. Die Auferstehung von den Toten bezeichnet die Gnade aus dem Nichts, dargestellt in der Messfeier am Schluss der sechsten Fastenwoche.

 

Der heilige Justinus sowie Valerian, Tiburtius und Maximus zeigen die geheimnisvolle Wirkung des Osterlichtes in der Kirche, das wir schon zwei wochen vorher am Samstag Sitientes kennengelernt haben. Gott kommt uns zuvor bevor wir etwas tun können: einerseits ein Symbolakt für die Schöpfung, andererseits eine Erinnerung an die Gnade freier Entscheidung.

 

Kirchenjahr

 

2005