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Station 49

5. Fastensonntag "iudica", I. Passionssontag

hl. Petrus

Lesung Hebräer 9,11-15

Evangelium Johannes 8,46-59

 

Lesung und Evangelium berichten vom Eintritt in die Herrlichkeit. Das ewige Wort im Schosse der Jungfrau Maria ist das praeludium für den Hohenpriester im endzeitlichen Tempel. Vgl. Heiligblutfest und Fronleichnam.

Der Heiland verteidigt seinen Vater durch sich selbst: die Menschwerdung ist das Zeichen für die jungfräuliche Empfängnis; wer das Wort halten will muss vom Wort getragen sein. Sowohl die Jungfrau Maria als auch der Heiland leben von der väterlichen Herrlichkeit: das Wort innerlich (eigenes Blut), die Gottesmutter äusserlich (Tempel). Der Tag Abrahams ist die Kirche der Apostel, darum Petrus als Stationsheiliger.

Das Motiv Empfehlung liegt im autorisierten Gesandten welcher das aufgetragene Wort überbringt. In Jesus ist der Abraham versprochene Segen auf dem Höhepunkt und die extreme Entäusserung Jesu am Kreuz aktualisiert die väterliche Zusage: ich gebe alles dahin. Der eucharistische Leib Christi ist zugleich Tempel und Blut des Hohenpriesters.

 

Schon im Advent folgten sich Heiligkreuz und Petrus als Stationsgeheimnisse am Sonntag. Dort standen das Wort des Herrn und die Wahrheit des Täufers im Mittelpunkt, 14 Tage später (4. und 5. Woche) sehen wir die österliche Kraft der Passion Jesu Christi auf die Apostel zurückstrahlen. Das Moment ist jedes Mal der Messias in der Wahrheit der menschlichen Natur. Im Advent wartet die Kirche auf den geistlichen Beistand; in der Fastenzeit warten die Apostel auf die eigene Konsekration.

Der Eintritt Jesu mit seinem eigenen Blut im Tempel zeigt      die Konsekration der Bischöfe an und die Lehre über die Dreifaltigkeit aus der Kraft des eucharistischen Opfers. 

Kirchenjahr

2005

  
  
 
 

Station 50

Montag der Passionswoche

hl. Chrysogonus

Lesung Jonas 3,1-10

Evangelium Johannes 7,32-39

 

Der Prophet Jonas geht nach Ninive das Fasten ausrufen und der König gibt das gute Beispiel. Im Evangelium spricht der Heiland zu den jüdischen Autoritäten über seinen Heimgang in kurzer Zeit. Deren Frage nach der Zerstreuung und Belehrung der Völker offenbart ihre religiöse Unwissenheit. Auch der Glaube der Jünger dank dem Grossen Festtag ist ein Heimgang und eine Predigt gleichermassen.

Die Pharisäer und Fürsten haben Jesus Abgesandte zugeschickt: sie hielten sich für die Autorität welche Fragen stellen darf, und haben das übernatürliche Wort als Grundlage jeglicher Frömmigkeit nicht erkannt.

Bei dieser Messe geht es um die Stiftung des Glaubens durch das heilige Wasser.

Ezechiel

 

Der heilige Chrysogonus unterrichtete die heilige Anastasia, welche ihn während zweier Jahr mit ihrem Vermögen ausgehalten hat. Eine ähnliche Thematik zeigen die Kanonheiligen Cornel und Cyprian.

50 ist Symbolzahl der Braut, und der Begriff "goldenes Hochzeit" verweist auf den Glauben als maximalen Schatz. In dieser Messe, aber auch in den anderen Heiligen mit dem Goldpräfix, steht die Option im Vordergrund. Was ist mir wichtig? Die Niniviter haben das an Jonas ergangene Wort befolgt; die jüdischen Autoritäten haben es vorbeiziehen lassen.

 

Kirchenjahr

2005

  
  
 
 

Station 51

Dienstag der Passionswoche

hl. Kyriakus, Bischof von Jerusalem

Lesung Daniel 14,27-42

Evangelium Johannes 7,1-13

 

Die Lesung zeigt den Propheten Habakuk bei Daniel, wo die Löwen (wie eine Woche später bei der hl. Priska) den Glauben als Hindernis erfahren. Das Evangelium spricht vom Fest der Jünger und vom Fest Jesu Christi.

Das Augenmerk liegt auf dem personifizierten Hinweis:   das geflügelte Wort. Wie Habakuk den Daniel zu sehen bekommen hat, schaut der Heiland die Jünger an welche nach Jerusalem zum Osterfest gehen müssen. Das kirchliche Osterfest ist das Glaubensbekenntnis in der schlechten Welt. 51 ist 24 + 27, der Prophet und der Zeuge vollbringen zusammen die Rettung.

Die Aufforderung der Jünger an Jesus seine Werke zu zeigen zeugt von ihrem Unglauben: sie haben nicht gemerkt, dass Jesu Werk die Auferstehung der Gläubigen ist, dargestellt im furchtlosen Bekenntnis vor den Gladiatoren aller Zeit.

 

Der am 4. Mai zelebrierte hl. Bischof Kyriakus wurde getötet beim Gebet an heiliger Stätte; er hat das Kreuz Jesu gehoben. Stationscode 51 symbolisiert das Heilspfand in der Sendung Jesu Christi. Als Beispiel für die Zahl 51 siehe Ostersonntag .

 

Kirchenjahr

2005

  
  
 
 

Station 52

Mittwoch der Passionswoche

hl. Marcel, Papst

Lesung Levitikus 19, 1f; 11-19

Evangelium Joh 10,22-38

 

Die Lesung von den Geboten und dem Lohn zielt auf das Verdienst. Wer sagt das ? Das Evangelium von der Tempelweihe und dem Drängen der Juden betont die Hartnäckigkeit und den Unglauben. Es ist klar dass der Glaube im gläubigen Volk das Heil weitergibt.

 

Papst Marcel regierte nach der ersten Sedisvakanz zu Beginn des 4. Jahrhunderts; sein Bemühen galt den Gebetsstätten. Aber die eigentliche Gebetsstätte ist das Wort Jesu Christi. Wer daran festhält sieht den neuen Tag. Die Gegenwart des heiligen Vaters ist für das gläubige Volk notwendig um das Evangelium zu sagen, aber das Evangelium kommt nicht von der zeitlichen Autorität. Habe ich das Wort in meinem Herzen ? Marcel war der 30. Papst, 30 ist Symbolzahl der gläubigen Schau. Er symbolisiert das apostolische Haus, die Hallen Salomons im Evangelium, den ewigen Laurentius als Licht der Kirche (lucina).

52 ist Symbolzahl der Gnadenwohnung (Wochen im Jahr, 4 x 13): die Glaubensgewissheit ergibt sich aus der Vereinigung von Gnade und Liebe: Gnade von Gott, Treue von der Braut. 13 ist 4 + 9, die Liebe in der Einheit Glaubens ist ein Bekenntnis zum einzigen Wort. Das quadratische Du in den Augen Gottes, in der zweidimensionalen Seele. 13 und 52 sind Summen von Quadratzahlen: 16 und 36 bedeuten die Vaterschaft in der Brüdergemeinschaft, 16 und 36 sind die Sonntagsmessen mit und ohne Stationsgeheimnissen. Aehnlich wie Chrysogonus bei der Anastasia war der Papst Marcel bei der Lucina. Was jene "privat" machen können zeigt die innige Vereinigung von Glaube und Auferstehung, was Papst Marcel und Lucina "öffentlich" leisteten veranschaulicht die Notwendigkeit der Kirche für den Glauben. Daraus wird man auch die kirchliche Lehre über die Angemessenheit materiellen Besitzes ableiten können. Haben als Festhalten symbolisiert die zeitliche Gnadenwirklichkeit. Der Tabernakel in der Kirche als absoluter Tempelschatz und Garten des Glaubens.

Dieser Passionsmittwoch fällt typischerweise auf den Todestag des heiligen Ambrosius und den liturgischen Festtag des heiligen Isidor von Sevilla: zwei Kirchenlehrer und ein Papst. Allen gemeinsam ist das Glaubensgeheimnis in der geistlichen Nachfolge: Isidor lernte von Leander, Ambrosius lehrte den Augustinus, Marcel richtete die christlichen Kultstätten ein. So ist denn Lucina auch Stationskirche wo von der Anbetung im Geist der Wahrheit die Rede ist. Ob die dortige Laurentiuskirche von Papst Marcel konsekriert wurde, ist nicht offenkundig.

Der 4. April ist typischerweise auch der erste Mittwoch im Ostermonat und als Tag der Apostel bedeutsam für die Wahrheit des Glaubens in der latreutischen Ueberlieferung. Ostern ist allermeistens im Widder (aries, Mauerbrecher), Advent immer im Schützen; beides sind Feuerzeichen. Ambros im Schützen, Isidor im Widder: der Schütz zielt, der Widder stösst. Der Löwe (drittes Feuerzeichen, Laurentius) springt. All dies verweist deutlich auf den geschichtlichen Zusammenhang von Glaube und Kirche. Der Motor ist die im eucharistischen Opfer überlieferte Osterherrlichkeit zum Segen der Welt. Diese Osterherrlichkeit ist Gegenstand des Buches Levitikus, des heiligen Philipp als Prototyp der Apostel (Station 67).

 

Kirchenjahr

2005

  
  
 
 

Station 53

Donnerstag der Passionswoche

hl. Apollinaris

Lesung Daniel 3,25 und 34-45

Evangelium Lukas 7,38-50

 

Der Prophet Daniel bittet Gott im Namen seines Volkes um Rettung; er tut dies weil er selbst Gottes Liebling ist.

Die babylonische Gefangenschaft setzt sich fort in der Kirche auf Erden; der Liebling Gottes ist der Heiland, welcher wie Daniel Rettung in äusserster Not bringt: aber diese Rettung ist nicht zeitlich, sondern definitiv. Das apostolische Kind ist das Wunderheilmittel. Die heilige Maria Magdalena war Kind genug das zu merken und den Heiratsantrag freudig zu erwidern.

Der Glaube ist eine Delegation der göttlichen Gnade.

 

Der heilige Apollinaris kam mit dem Apostelfürsten Petrus von Antiochien her und wurde zur Verkündigung des Evangeliums nach Ravenna gesandt. Er wurde von den Kultpriestern schwer zugerichtet. Auf sein Gebet hin konnte der bisher stumme adelige Bonifatius sprechen und seine Tochter wurde von den bösen Geistern befreit.

Der heilige Apollinaris ist bedeutsam für das Leben des Kirchenlehrers Petrus Chrysologus. Der heilige Apostel Petrus und der heilige Apollinaris erscheinen zusammen mit dem zukünftigen Kirchenlehrer in ihrer Mitte dem heiligen Papst Xystus III. und bedeuten ihm, dass Chrysologus und nicht der andere zum Bischof von Ravenna bestellt werden solle. Die Ravennates nahmen dies zuerst unwillig auf, aber nachdem sie vom Traumgesicht gehört hatten, erwiesen sie dem neuen Hirten die höchste Ehrfurcht. 

 

Kirchenjahr

2005

  
  
 
 

Station 54

Freitag der Passionswoche

hl. Stephan auf dem Himmelsberg

Lesung Jeremias 17,13-18

Evangelium Johannes 11,47-54

 

Maria Schmerzen. Der heilige Lazarus verkörpert den Glauben der Liebe Gottes. So wie der Heiland der Mutter sagt "siehe dein Sohn", wohnt ER selber mitten in den Seinen. Nachdem Lazarus auferweckt worden war und die jüdischen Autoritäten um ihre zeitlichen Heiligtümer fürchteten, ging Jesus mit den Jüngern nach Ephrem, wo er woh

nen blieb.

Suche nach der Herrlichkeit des ewigen Wortes. Der Stationscode 54 hat mehrere Faktoren, unter anderem 9 x 6. Was der heilige Stephan gesehen hat sehen auch die Jünger im Umkreis des Heilandes: das Licht der Auferstehung. Die Produkte 3 x 18 und 2 x 27 verweisen des weiteren auf das Dreifaltigkeitsgeheimnis im Glauben und auf das ewige Wort in der Kirche: Lazarus.

 

Die Messe in der Kirche Santo Stefano Rotondo verweist auf die physische Gnadenerfahrung. Jesus in meiner Mitte. Vgl. 63 Tage später Pfingstquatemberfreitag .

 

Kirchenjahr

2005

  
  
 
 

Station 55

Samstag der Passionswoche

hl. Johannes in der Lateinischen Pforte

Lesung Jeremias 18,18-23

Evangelium Joh 12,10-36

 

Brüderliche Unterstützung im Apostolischen Feld. Die Rückmeldung des Begehrens an Andreas konkretisiert das oben an Station 54 ausgeführte: der Glauben wächst durch die Fragen der Heiden. Das Zusammensein der Apostel mit Jesus ist das Vorbild für die Reise im Glauben. Diese Reise geht zurück um voranzuschreiten. Jesus wünscht, dass alle dort sind wo ER ist: in der Herrlichkeit des Sohnes.

Der Stationscode 55 ist die Summe der Zahlen von 1 bis 10 und symbolisiert die Freude der Gnade an sich selbst.

 

Johannes in der Lateinischen Pforte wird am 6. Mai zelebriert, das entspricht dem Freitag der Guthirtwoche.

"Lateinische Pforte" ist eine Bezeichnung für die Kirche in Schwangerschaft: das Gnadengeheimnis wartet darauf an das Licht zu gelangen. Die Primfaktoren 5 x 11 verweisen auf die Sehnsucht der Welt das ewige Leben schauen zu können. Johannes als das  Evangelium zeigt den Eifer Jesu Christi sich überall hintragen zu lassen. Das ewige Leben wohnt da wo ich den Vater um seinen Segen anrufe. Wie die Frau das Kind erwartet, drängen die Gläubigen auf die Offenbarung der Herrlichkeit Gottes. Wo die Kirche pilgert.

Kirchenjahr

2005