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                                                                                      Gloria
                                                                                          

Die Sektion nicole@adrian erklärt das Gloria der Kirche. In der heiligen Liturgie gibt es vier Arten von Tagen:

1.       Tage mit Glora und Credo

2.       Tage mit Gloria ohne Credo

3.       Tage ohne Gloria mit Credo

4.       Tage ohne Gloria und ohne Credo.

Hier interessiert die Beziehung des Credo zum Gloria.

 

„Gloria“ bedeutet in etwa „je vous admire“, „Credo“ hingegen „je vous adore“. Wenn das Gloria gesungen wird, steht die vollendete Herrlichkeit im Mittelpunkt. Die vollendete Herrlichkeit ist für den Menschen sichtbar in der göttlichen Handschrift in der Welt. Die Kirchengeschichte ist die entsprechende theologische Disziplin. Wir schauen an was Gott gemacht hat und sagen „grossartig“. Das können wir nur im heiligen Geist tun.

 

Wenn wir das Gloria verstehen wollen, schauen wir mit den Augen des Glaubens die Vergangenheit an: wir glauben, dass Gott Akzente setzt und nicht das materialistische Prinzip der mechanischen Logik gilt. Jeder Heilige ist ein solcher Akzent.

 

Es gibt aber auch Dinge, die nicht heiliggesprochen und doch von Gott inspiriert sind. Das soll unter dem Stichwort adrian mit gewählten Beispielen einsichtig gemacht werden.

 

Adrian ist ein Heiliggeistname. Ich sage das propter pontifices. Sechs Päpste trugen diesen Namen. Erst der dritte wurde ein Heiliger der Kirche. Alle aber hatten die restitutio iuris in der Kirche als Hauptgegenstand ihrer Sendung. Sie wollten die richtige Ordnung wieder einrichten. Der letzte herrschte zur Zeit Martin Luthers.

 

Der heilige Adrian von Nikomedien, einer der Patrone dieser Seite, ist der Prototyp der Päpste. Was den Papst ausmacht ist, die Seligkeit des Glaubens zu begehren. Schon der erste Papst, der heilige Petrus, sagte zu Jesus: ich werde Dir überallhin nachfolgen. Was nachher geschah, ist Gegenstand der Evangelien.

 

Der heilige Papst Adrian hat keine solche Versprechen gegeben. Gelitten hat er am 26. August und seine Kirchweihe ist am 8. September, das Fest von Maria Geburt.

 

Der hl Adrian zeigt die historische Gestalt der Gnade. Deren causa efficiens ist das Priestertum. „Wenn Christsein das bedeutet, will ich es auch“: Adrian schloss sich den Martyrern an, die er zuerst noch verhöhnt hatte. Von der Kirche gezogen sein, propter Ecclesiam in Christo pati  ist die sprituelle Form des Priestertums.