.beim hl. apollinaris
 

53

Donnerstag der Passionswoche

Der heilige Apollinaris ist der Prototyp für die Stationsgeheimnisse der katholischen Liturgie. Was die Messe am Passions-donnerstag auszeichnet ist die Bitte des Glaubens. So wie der hl. Apollinaris auftrat geschahen Zeichen und Wunder, und am siebten Tag seines Martyriums ermahnte er die Gläubigen, konstant zu bleiben. Das findet sich auch im Gebet des Propheten Daniel, und der Heiland im Evangelium ist die Wirkursache dass Apollinaris Schüler des Apostels Petrus sein konnte, dass die Juden in Babylon unter Daniel neuen Mut fassten, dass die Sünderin Magdalena zum Herrn gefunden hat.
Der heutige Stationscode 53 ist auf dem halben Weg zwischen den Stationen 20 und 86 - 53 ist auch die maximale Anzahl Wochen im Kirchenjahr.
Der Manipel symbolisiert dieses Gebet des Gerechten (siehe auch Station 33); dass gerade der Manipel abgeschafft wurde in der neuen Messe ist symptoma-tisch für das Unverständnis von Eifer (Schweiss) und Glauben (Arbeit). Die Gebete zum Ankleiden der Gewänder zelebrieren den Glauben des Priesters vor dem grossen Werk.  Man könnte sagen: die Zeugung des Wortes im Schosse des Vaters.
Der heilige Apollinaris begegnet uns in ähnlicher Funktion bei der Bestellung des neuen Patriarchen für Ravenna. Als Cornelius gestorben war, schickten die Ravennates ihren Kandidaten mit einer Gesandtschaft nach Rom. Dabei erschien dem hl. Vater im Traum die hll. Petrus und Apollinaris mit dem Corneliusschüler Petrus, welcher später der Kirchenlehrer Chrysologus werden sollte. Da erkannte der Papst den Willen Gottes und schickte den Ravennater Kandidaten nach Hause. Was dieses Episodion mit der Messe an seiner Station verbindet, ist die göttliche Intervention um eine Gnade zu präsentieren. Die Juden wussten zu beten, und Magdalena sah die Gelegenheit, beim Heiland vorbeizugehen.
So soll man es auch in der Kirche halten: beten nach einer Vorlage. Darin liegt der Sinn der Accessgebete.

Martyrer

 

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